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Literaturtest übersetzt unter anderem aus dem Englischen, Französischen, Spanischen, Italienischen, Russischen und Polnischen. Wir arbeiten für Zeitschriften, Magazine, Kataloge und Fernsehproduktionen - auch dann, wenn es zeitlich ganz eng wird. Zudem werden die Texte von uns nicht nur übersetzt, sondern auch redigiert und korrigiert. Wir arbeiten zum Beispiel für die deutsche Ausgabe eines internationalen Sportswear-Magazins. Die besondere Herausforderung: für englische Fachtermini aus Mode und Textilwirtschaft deutsche Entsprechungen zu finden und sie in flüssig lesbare Texte zu integrieren.

Hier einige unserer weiteren Kunden (Referenzen).

 

Übersetzung für Sportswear International

Coole Schweden begeben sich in den Süden (von Stockholm)

Die schwedische Hauptstadt ist fest in den Händen großer Ladenketten. Glücklicherweise haben die Hipsters sich ihr eigenes Heiligtum geschaffen.
Text: Anders Bergmark

Der Street-Fashion-Szene in Stockholm zu folgen, ist etwa so, als würde man sich eine ganze Staffel "Big Brother" im schnellen Vorlauf ansehen. Wenn große Labels wie Levi's oder Diesel testen wollen, wie ihre neuen Kollektionen bei einem gut informierten Publikum ankommen, ist Stockholm wahrscheinlich eine ihrer ersten Optionen. Stockholmer sind ausgesprochen wählerisch - als Bewohner der Heimat von Low-Budget-Mode sind sie praktisch vom ersten Lebenstag an mit erschwinglichen Styles aufgewachsen. Modeketten wie H&M und JC sorgen für die richtige "Erziehung", indem sie internationale Streetwear-Trends aufgreifen, sobald diese sich irgendwo zeigen, und sie binnen weniger Wochen dorthin bringen, wo einfach jeder kauft.
Das bedeutet auch, dass die Ketten einen enormen kommerziellen Druck auf den Markt ausüben, so dass es unabhängige Anbieter schwer haben sich durchzusetzen. Der Street-Fashion-Szene in Stockholm zu folgen, ist etwa so, als würde man sich eine ganze Staffel "Survivor" im schnellen Vorlauf ansehen - heute hier, morgen verschwunden.
Aber während der letzten Jahre ist in "Söder" (schwedisch für "Süd"), einem Szenebezirk im Süden Stockholms, ein kleines Widerstandsnest entstanden. Die Bedingungen sind günstig: Da in dem Viertel früher vor allem Arbeiter gewohnt haben, sind die Mieten immer noch ziemlich moderat, was vor allem ein jüngeres Publikum anzieht. Die meisten der Leute in Söder sind in ihren 20ern oder etwas jünger. Sie studieren oder arbeiten in einem der vielen Cafés, Restaurants und Modegeschäfte der Gegend. Und die meisten haben natürlich auch einen "zweiten Beruf " - als Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, Designer usw. Es gibt hier eine Menge Kreativität und positive Energie.
Natürlich ist Söder auch eine Hochburg der quirligen Hip Hop-Szene. Das führte auch dazu, dass Sneakersnstuff, der wohl wachste Sportschuh- und Sportswear-Händler des Landes, vor vier Jahren in Söder sein erstes Geschäft eröffnete. Sneakersnstuff hatte schnell eine treue Gefolgschaft unter den wählerischen Hip Hop-Kids, denn man hat schwer zu bekommende und nur in Limited Editions vertriebene Sneakers aus den USA im Angebot. Ein Jahr nach der Eröffnung des ersten wurde gleich nebenan ein zweiter Laden eingerichtet, der nur Streetwear für Frauen führt. Und Anfang dieses Jahres kam ein drittes Geschäft in einer schicken Gegend im Zentrum Stockholms dazu.
Aber zurück nach Söder. Bald nach Sneakersnstuff gingen andere Geschäfte dorthin, die genau wussten, was sich gerade in der Musikszene abspielt. Den größten Einfluss hatte sicherlich Boutique Sportif, die den Kunden nicht nur die sehnsüchtig erwarteten Labels wie Fresh Jive, X-Large, Stüssy und SSUR brachte, sondern auch eigene Akzente setzte, etwa mit cleveren und lustigen Verschnitten von Logos wie denen von Gucci und Sean John.
"So etwas wie Söder musste einfach kommen. Eine Menge junger Menschen leben hier, ziehen hier hin, um andere Leute kennen zu lernen oder in den Plattenläden zu stöbern", sagt Thomas Larsson von der Boutique Sportif. Die letzte Neuerung in der Streetwear-Szene im Süden Stockholms war Ende April 2003 die Eröffnung von Le Shop Stockholm (der aber nichts mit seinem berühmten französischen Namensvetter zu tun hat). Er führt Labels wie Etienne Ozeki, Buddhist Punk, Random, Warren Noronha, Keanan Duffy und Baby Phat. Die Gründer, Payman Dehdezi und Cecilia Steiner, trugen sich schon seit einigen Jahren mit dem Gedanken, ihren eigenen Laden zu eröffnen, aber hatten es nie geschafft.
"Bis letztes Jahr, als wir endlich beschlossen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Acht bis neun Monate verbrachten wir damit zu planen, die richtige Location und die passenden Labels zu finden. Nun haben wir alles, es läuft einfach, und wir genießen jede Minute", sagt Payman schmunzelnd.
Der Sommer in Stockholm ist so ziemlich der gleiche wie im restlichen Nordeuropa, Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius und Sonne. Der große Unterschied sind die langen, hellen Nächte, wenn es nur die Andeutung einer Dämmerung um Mitternacht herum gibt. Und was ist in diesem Sommer in Stockholm angesagt? Laut Per Norell von Sneakersnstuff verabschiedet sich die einflussreiche Hip Hop-Gemeinde vom monochromer Reinheit und wendet sich eher Ausdrucksformen zu, bei denen Stile kräftig gemischt werden. Die coolen Kids, die man früher nie in etwas Anderem sah als in reinem Weiß, Marineblau oder Grün, wagen heute lebhafte Farben und Muster und kombinieren klassische Sportswear mit anderen Elementen. Das Aufregendste in diesem Frühling war ohne Zweifel die hinten offene Trucker-Mütze, die durch Pharrel Williams von "The Neptunes" zum Hit wurde.
Aber das ist schon wieder vorbei, die Stockholmer sind einfach immer auf der Suche nach aktuellen Trends, eben "The New Shit". "Die Leute in Stockholm verlieren schnell das Interesse. Neues nimmt man hier sehr schnell auf. Aber im Vergleich etwa zu größeren amerikanischen Städten ist die Modeszene hier ziemlich klein, und da es nicht viele trendige Geschäfte gibt, kann man sich leicht einen Überblick über das Angebot verschaffen. Das führt dazu, dass bestehende Trends sehr schnell wieder verschwinden und ständig neue entstehen", sagt er.

Anders Bergmark ist Modejournalist und lebt in Stockholm.

© Sportswear International/ Anders Bergmark

 

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