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Tim Mälzer
Tim Mälzer. Neues vom Küchenbullen
Cora
 
"Soll ich wirklich selber kochen, oder gehe ich lieber zu McDonald's?" Wer sich solche existenziellen Fragen stellt, sollte mal in dieses Heft hineinschauen. Ein Heft ist es deshalb, weil hier ein großer Zeitungsverlag das ganz große Vertriebsrad dreht. Und so könnte man dieses Kochbuch im Zeitschriftenformat, das keine Auskunft darüber gibt, ob eine Fortsetzung folgt oder nicht, auch schon am Kiosk oder neben der Kasse an der Tankstelle gesehen haben.
Kochen, das beweist nicht nur Tim Mälzers neues Werk, gehört mindestens medial zum guten Ton. Fernsehköche sind die neuen Stars der Unterhaltungsbranche. Und Kochbücher sind mittlerweile oft genug Bestseller. Zu nennen wären hier etwa Jamie Olivers letztes Buch.
Genial italienisch, Der Silberlöffel der Überraschungserfolg aus Italien, und eben auch Tim Mälzers Werke, dessen Credo von der einfachen Küche sich ganz gut in seiner Liebe zu Erdäpfeln ausdrückt: "Ich bin Tim aus Pinneberg, der lecker Bratkartoffeln machen kann."
Im Kochbuch geht es dann recht bunt zu: Zehn Gerichte für Einsteiger, zehn mit Kartoffeln, Salate, Speisen, die "Kinder wirklich mögen", Nudeln, Kochtrends aus London, Schokoladenrezepte... Dazu gibt es Tipps für die richtige Küchenausstattung, je nachdem, ob man sich als Einsteiger- oder Profikoch sieht, und mit kaum verhohlener Werbung für einen Billigausstatter und einen edleren Anbieter. Und dann wäre da noch die Rubrik "Vermischtes", mit Artikeln über Biere aus Asien oder den Sinn und Unsinn von Gastro-Führern.
Vielleicht ist die bunte Mischung, die dieses Kochbuch bietet, genau das Richtige -- jedenfalls für Leute, für die das Kochen keine Religion, sondern eher ein Zeitvertreib mit Mehrwert ist. Die Rezepte selbst, 118 an der Zahl, sind einfach erklärt, das Ergebnis auf dem Teller kann sich sehen lassen, und die Zubereitungszeiten erlauben, dass man nach dem abendlichen Kochen auch noch ausgehen kann. Nur den Besuch bei McDonald's kann man sich sparen. Und das ist ja nicht das Schlechteste!
© Mathias Voigt, Literaturtest
im Auftrag von Amazon.de
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