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Interviews
Hier präsentieren wir einige unserer Interviews, geordnet nach den Anfangsbuchstaben der Autoren.
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Nicholas Sparks
Die Nähe des Himmels
Heyne

Interview mit Nicholas Sparks

Nicholas Sparks versteht es wie kaum ein anderer, die Herzen seiner Leser zu bewegen. Im Interview sprach er nicht nur über sein neues Buch, sondern auch über Humor, die Verfilmungen seiner Bücher -- und den neuen Papst.

Auf dem Friedhof im beschaulichen Boone Creek gehen "übernatürliche" Dinge vor sich. Ein erfolgreicher New Yorker Wissenschaftsjournalist will die wahren Hintergründe herausbekommen. Nur kurz für die Leser, die den Inhalt Ihres neuen Romans noch nicht kennen: Wird das eine Routineuntersuchung für ihn?
Nein, natürlich nicht. Oder anders gesagt: Die Recherchen mag man vielleicht als Routine bezeichnen; aber alles andere, was dem Wissenschaftsjournalisten Jeremy Marsh in dieser Woche widerfährt, verunsichert ihn so sehr, dass er nicht mehr weiß, was er eigentlich im Leben will.

Jeremy Marsh "glaubt" geradezu an die Wissenschaft und versucht für jedes Phänomen eine naturwissenschaftliche Erklärung zu finden. Dann trifft er auf Lexie, auf den ersten Blick sein genaues Gegenteil. Was kann er von ihr lernen?
Ohne zu viel zu verraten: Lexie ist eine Kleinstadt-Bibliothekarin, die absolut glücklich mit ihrem Leben in ihrer Stadt ist. Es zieht sie nicht in die Großstadt, das Zusammenleben mit den anderen Bürgern des Städtchens gibt ihr Sicherheit. Und sie ist auch nicht geneigt, den Avancen von Jeremy nachzugeben, der sie ganz offensichtlich zu verführen versucht. Letztlich wird sie ihm zeigen, dass es die Menschen sind, die wirklich im Leben zählen und nicht so sehr das, was man leistet.

Beide scheinen mehr als nur Sympathie füreinander zu empfinden. Wirkt hier das alte Gesetz von den Gegensätzen, die sich anziehen?
Gegensätze können einander anziehen, sicher. Aber bei genauerer Betrachtung sind sich Jeremy und Lexie doch recht ähnlich. Beide haben bei früheren Beziehungen einen Knacks weg bekommen, beide sind intelligent und haben Humor, und für beide sind die Beziehungen zu ihren Familien sehr wichtig.

Der Originaltitel Ihres Romans ist "True Believers". Wenn damit Jeremy und Lexie gemeint sind: Glauben sie am Ende an die gleiche Sache?
In Jeremys Sprache sind "True Believers" solche Menschen, die an die Existenz von etwas Übernatürlichem glauben. Am Ende der Geschichte beginnt jedoch selbst er zu begreifen, dass es tatsächlich einige Dinge gibt, die sich nicht erklären lassen.

Viele Leser schätzen an Ihren Geschichten, dass sie sich nicht zu ernst nehmen und mit viel Humor geschrieben sind. Ist das eine Lebenseinstellung?
Ich versuche, nicht alles so ernst zu nehmen. Es gibt einfach zu viele Dinge, auf die man keinen Einfluss hat. Also versuche ich, mir über dergleichen keine Sorgen zu machen.

Sie sind gläubiger Katholik. Was halten Sie vom neuen Papst Benedikt XVI.?
Wir werden sehen. Aber was man jetzt schon sagen kann, ist, dass er die richtige Wahl war. Diese Einschätzung verdanke ich vor allem der Einsicht, dass es unmöglich ist, eine Legende sofort zu ersetzen. Deshalb ist es besser, erst einmal jemanden auszuwählen, der die Prozesse, die Johannes Paul II. angestoßen hat, wohl nicht unterbrechen wird; der aber dieses Amt vermutlich auch nicht, wie sein Vorgänger, 20 Jahre oder länger ausüben wird.

Sie schreiben Liebesgeschichten und sind damit extrem erfolgreich. Auf der anderen Seite verkaufen sich äußerst "unromantische" Thriller, etwa von Karin Slaughter, hervorragend. Sind das möglicherweise zwei unterschiedliche Antworten auf dasselbe Gefühl von Unsicherheit, das heute so weit verbreitet ist?
Vielleicht, vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass die Leute gerne gute Romane lesen, ganz egal, welchem Genre sie angehören.

Sie haben fünf Kinder. Bekommen die abends von Ihnen auch selbst ausgedachte Geschichten erzählt, oder verlassen Sie sich da auf die einschlägige Literatur?
Ich erzähle ihnen immer Geschichten, aber manchmal lesen wir ihnen auch welche vor. Ich denke, es hängt davon ab, wie kreativ ich mich gerade fühle.

Einige Ihrer Romane wurden mit prominenter Besetzung verfilmt. Was ist das für ein Gefühl, wenn Sie sehen, wie Kevin Costner und Paul Newman Ihre Geschichten darstellen?
Verfilmungen sind immer eine spannende Sache, einfach weil sie ziemlich selten sind. Ich hatte das Glück, dass ich schon an dreien beteiligt war und eine vierte gerade in Vorbereitung ist. Und den großen Stars zu begegnen, gehört immer zu den Highlights einer Premiere.

© Henrik Flor, Literaturtest
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