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Interviews
Hier präsentieren wir einige unserer Interviews, geordnet nach den Anfangsbuchstaben der Autoren.
Mehr über unsere Arbeit in diesem Bereich erfahren Sie hier.

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Christopher Paolini
Eragon
cbj (C. Bertelsmann)

Interview mit Christopher Paolini

Sie haben schon mit 15 Jahren angefangen, "Eragon" zu schreiben. Das heißt also, dass Sie, während Gleichaltrige Fußball spielen gegangen sind, ziemlich viel Zeit am Schreibtisch verbracht haben. Was haben Ihre Freunde und Ihre Eltern davon gehalten? Wie haben sie reagiert?
Da ich mein ganzes Leben lang zu Hause unterrichtet wurde, hatte ich außer meiner Schwester nie Schulkameraden. Als ich mit der Arbeit an "Eragon" begann, waren meine Freunde ziemlich überrascht und auch ein wenig skeptisch. Meine Familie aber hat mich immer unterstützt. Wir alle glauben daran, dass es wichtig ist, das zu tun, was man liebt. Egal, was es ist. Ohne die Hilfe meiner Familie wäre es niemals möglich gewesen, "Eragon" zu veröffentlichen.

Die Leser Ihres Buches müssen sich über 50 Namen von Orten, Personen, Pferden, Drachen und anderen Fantasiegeschöpfen sowie dazu noch magische Worte merken. Können Sie uns ein bisschen darüber erzählen, wie es dazu kam, dass Sie diese ganz eigene Welt erschaffen haben?
Eine Welt zu erschaffen, ist leicht - du musst dir nur Fragen stellen! Frag dich selbst, woher die imaginären Personen mit ihren Bräuchen und Traditionen kommen, was ihnen wichtig ist und was nicht, wie sie ihr Leben gestalten. Dazu kommen all die unzähligen Details, die dafür sorgen, dass ein Land real wirkt. Ich habe mich dabei von vielen verschiedenen Dingen inspirieren lassen. Die wichtigsten Quellen, aus denen ich geschöpft habe, waren skandinavische, germanische und isländische Epen und Sagen und auch die unglaubliche Landschaft hier in Montana.

Behandeln Sie die Leute anders, seitdem Sie ein berühmter Autor geworden sind? Wie fühlte sich das an, mit 18 Jahren plötzlich weltweit bekannt zu sein?
Ja, die Leute behandeln mich anders. Sie tendieren dazu, mir besser zuzuhören, wenn ich spreche. Sie messen meinen Aussagen eine größere Bedeutung bei als vorher. Da ich aber in einer ziemlich abgeschiedenen Gegend wohne, muss ich mich dem nicht täglich aussetzen. Zu Hause hat sich mein Leben nicht verändert.

"Eragon" ist der erste Teil einer Trilogie. Wann können Ihre Fans mit den nächsten beiden Teilen rechnen? Wie lange haben Sie insgesamt gebraucht, um den ersten Teil zu vollenden?
In den USA wird "Eldest", das zweite Buch der "Inheritance Trilogy", voraussichtlich im Herbst 2005 veröffentlicht. Sobald ich die Arbeit daran beendet habe, werde ich mit dem dritten Buch beginnen. Ich habe ein Jahr für den ersten Entwurf von "Eragon" gebraucht, ein weiteres Jahr für den zweiten und ein drittes Jahr, um das Manuskript zu überarbeiten und in eine druckfertige Form zu bringen. Das Faszinierendste daran war, zu sehen, wie eine Geschichte, die ich erträumt und geplant hatte, Seite für Seite zum Leben erwachte und letztendlich als Buch veröffentlicht wurde. Nichts lässt sich mit diesem Gefühl vergleichen!

Glauben Sie, im Schreiben so etwas wie eine Bestimmung gefunden zu haben? Oder könnten Sie sich für Ihre Zukunft auch eine andere Tätigkeit vorstellen, die Sie erfüllt?
Meine Bestimmung ist es, Geschichten zu erzählen, egal durch welches Medium. Ich liebe es zu schreiben und habe auf jeden Fall die Absicht, das für den Rest meines Lebens zu tun. Wenn ich mir eine andere berufliche Laufbahn vorstellen könnte, dann die eines Künstlers, da ich auch sehr gerne zeichne und male.

Die Fragen stellte Babett Haugk.
© Literaturtest